{"id":559,"date":"2025-01-01T21:06:32","date_gmt":"2025-01-01T21:06:32","guid":{"rendered":"https:\/\/vodkasreviews.de\/?p=559"},"modified":"2025-01-01T21:12:27","modified_gmt":"2025-01-01T21:12:27","slug":"kinojahr-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vodkasreviews.de\/?p=559","title":{"rendered":"Kinojahr 2024"},"content":{"rendered":"<p>Ich mach es kurz, das Filmjahr war ein recht mittelpr\u00e4chtiges. Wenn von 45 Kinobesuchen 9 auf Klassiker und 11 auf Wiederholungssichtungen fallen, dann spricht das eine deutliche Sprache. Ein Novum auch, dass es kein Film auf die H\u00f6chstwertung von 10 Punkten schaffte. Bei den Streaming-Premieren sah es nicht viel besser aus, aber da bin ich es eher gewohnt. In diesem Sinne kurz und knackig:<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">TOP<\/strong><\/p>\n<p>1 Challengers<br \/>\n<em class=\"text-italics\">Luca Guadagnia erforscht in diesem Erotik-Thriller \u00fcber Verlangen, Kontrolle und Macht das Seelenleben einer toxischen Dreierbeziehung und w\u00e4hlt daf\u00fcr die Welt des Tennissports. Das ist auch dank audiovisueller und erz\u00e4hlerischer Kniffe so faszinierend wie fesselnd.<\/em> (9\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">2 The Fall Guy<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">David Leitchs Liebeserkl\u00e4rung an die Stuntarbeit ist eine rundum vergn\u00fcgliche Genre-Melange aus Adventure, Crime, Action und Love. Mit Ryan Gosling und Emily Blunt perfekt besetzt und einem zeitgeistigen Meta-Ansatz, h\u00e4tte man dem Film einen wesentlich gr\u00f6\u00dferen Erfolg vorhergesagt und vor allem geg\u00f6nnt.<\/em> (8\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">3 Deadpool and Wolverine<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Wer von Meta-Kalauern nicht genug kriegen kann, ist hier goldrichtig. Narrativ und charakterlich ein schwarzes Loch, macht diese ungleiche Bromance aus sarkastischem Bl\u00f6delbarden und Dirty Harry mit Krallen vor allem in der Originalversion einen Heidenspa\u00df. Das Superheldengenre ist dennoch, oder gerade deswegen durch. <\/em>(8\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">4 Alien: Romulus<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Nach Ridley Scott und James Cameron wurde es zunehmend finster im Xenomorphen-Land. Horrorprofi Fede Alvarez f\u00fchrt das Franchise zur\u00fcck zu seinen Wurzeln und sorgt endlich wieder f\u00fcr Beklemmung. Vor allem stilistisch und visuell faszinierend. <\/em>(8\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">FINE<\/strong><\/p>\n<p>5 A Killer Romance<br \/>\n<em class=\"text-italics\">Glen Powell zum ersten. Der Top Gun-Gockel hat sichtlich Spa\u00df als spleeniger Philosophie-Professor, der in seine Freizeit als Hitman-Darsteller verbringt. Wendungsreich, witzig, b\u00f6se. Ein kleiner, aber feiner Feelgood-Thriller.<\/em> (7,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">6 Twisters <\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Glen Powell zum zweiten. Als St\u00fcrme jagender Spr\u00fccheklopfer Texas Ranger spielt er seine Partnerin m\u00fchelos an die Wand und kann sich auch gegen das Feuerwerk famos getrickster Tornados behaupten. Auf Augenh\u00f6he mit dem seinerzeit geschm\u00e4hten und heute geadelten Original von Jan de Bont. <\/em>(7,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">7 Bikeriders<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Wenn \u00fcberhaupt jemand Glen Powell als kommenden Leading Man f\u00fcr alle F\u00e4lle Paroli bieten kann, dann Austin Butler. In der nostalgischen Bikersaga fesselt er ganz ohne die \u00fcblichen Derbheiten und Brutalit\u00e4ten. Ein melancholischer, beinahe dokumentarischer Blick auf die meist d\u00e4monisierte Subkultur.<\/em> (7,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">8 Zone of Interest<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Den Schrecken des Holocaust mit der Schilderung des biederen Alltags von KZ-Kommandant Rudolf H\u00f6\u00df mitsamt Familie zu vermitteln ist ein genialer Kunstkniff. Die konsequente Banalisierung des B\u00f6sen ist erschreckender und wirkungsm\u00e4chtiger als so manches Holocaust-Drama. <\/em>(7,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">NOT BAD<\/strong><\/p>\n<p>9 Horizon<br \/>\n<em class=\"text-italics\">Western-Ikone Kevin Costner erf\u00fcllte sich eine Lebenstraum und fusionierte das elegische serielle Erz\u00e4hlen moderner TV-Produktionen mit den Mechanismen des Kinofilms. Dem ersten Teil der Saga fehlt zwar etwas der Fokus, aber die wuchtig bebilderte Ausbreitung verschiedener fig\u00fcrlicher und territorialer Panoramen macht Lust auf mehr. <\/em>(7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">10 Konklave<\/strong><br \/>\nE<em class=\"text-italics\">dward Bergers verhunzte Remarque-Adaption wirkte trotz Oscarerfolg eher abschreckend. Umso \u00fcberraschender ist die kongeniale Adaption von Robert Harris Vatikan-Thriller. Spannend, toll besetzt und mit interessanten Einblicken in unbekannte Rituale. Nur sein nerviger Fetisch f\u00fcr dr\u00f6hnende T\u00f6ne bleibt weiterhin st\u00f6rend. <\/em>(7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">11 Beetlejuice Beetlejuice<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Auch Tim Burton reitet nun auf der 1980er-Retrowelle und l\u00e4sst nach gut 35 Jahren seinen Lottergeist Beetlejuice aus der Flasche. Alte Stars kehren zur\u00fcck, neue sto\u00dfen dazu, der Rest ist launige Hommage mit Burtonesken Halloween-Vibes. Bei entsprechender Neigung zum Fest ein Spa\u00df f\u00fcr die ganze Familie. <\/em>(7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">12 Gladiator 2<\/strong><br \/>\nS<em class=\"text-italics\">p\u00e4tes Sequel zum modernen Monumental-Klassiker Gladiator, das als uninspirierte 1:1 Kopie des Originals eine Vergleichs-Schlacht vom Zaun bricht, die kaum zu gewinnen ist. Paul Mescal ist als Russel Crowe-Klon auf verlorenem Posten, daf\u00fcr sorgen Denzel Washington und Pedro Pascal f\u00fcr ordentlich Ehre und St\u00e4rke.<\/em> (7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">13 Wo die L\u00fcge hinf\u00e4llt<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Glen Powell zum dritten. L\u00fcgen, Bertr\u00fcgen, T\u00e4uschen. Selten wurden diese miesen Charaktereigenschaften charmanter und unterhaltsamer pr\u00e4sentiert als in dieser nicht sonderlich lebensnahen, aber lebensbejahenden Sommerkom\u00f6die. <\/em>(7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">14 Furiosa: A Mad Max Saga<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Das Prequel zum vielfach gefeierten und pr\u00e4mierten Mad Max-Reboot ist erneut eine beindruckende Leistungsschau in Sachen kinetischer Effekte, elegischer Optik und apokalyptischem Worldbuilding. Auf das angestrebte gro\u00dfe Epos im Dystopie-Franchise von Mastermind George Miller m\u00fcssen wir allerdings noch etwas warten.<\/em> (7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">15 Dune: Part Two<\/strong><br \/>\n<em class=\"text-italics\">Bildgewaltiges Sequel-Epos vom zweiten Regisseur der Stunde nach Christopher Nolan. Deniz Villeneuves Primat des Audiovisuellen ist allgegenw\u00e4rtig. Gro\u00dfe Emotionen und mehrdimensionale, lebensechte, selbst &#8222;nur&#8220; ikonische Figuren stehen \u00e4quivalent zu Kollege Nolan eher weniger auf der Habenseite.<\/em> (7\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">OKAY<\/strong><\/p>\n<p>16 Trap<br \/>\n<em>Ein Killer wird auf einem Pop-Konzert in die Falle gelockt. Twist-Fetischist M. Night Shyamalan liefert hier eine lange Zeit geradlinig spannend erz\u00e4hlten Thriller, greift gewitzt die brandaktuelle Swiftie-Mania auf und tritt \u2013 wie so viele Genre-Kollegen- erst im Finale aufs Pedal der Unglaubw\u00fcrdigkeiten. Josh Hartnett ist aber schon fast allein die Sichtung wert.<\/em> (6,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">17 Bad Boys: Ride or die<\/strong><br \/>\n<em>Im vierten Auftritt der b\u00f6sen Jungs des Miami Police Department geht es entspannt zu. Altersmilde d\u00fcrfen die b\u00f6sen Jungs der Gegenseite dennoch nicht erwarten. Auch mit altersbedingten Zipperlein sind die beiden z\u00e4nkischen Cops nach wie vor bewaffnet und gef\u00e4hrlich.<\/em> (6\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">18 Planet der Affen: New Kingdom<\/strong><br \/>\n<em>Im vierten Prequel der ber\u00fchmten SiFi-Saga gibt es mal wieder einen Neustart. Das ist ein wenig \u00fcberfl\u00fcssig und auch ein wenig erm\u00fcdend. Die enorme Laufl\u00e4nge tut ein \u00dcbriges, um die gem\u00e4chlich erz\u00e4hlte Coming of Age Geschichte zu ziehen. Die Tricks sind aber erneut fantastisch.<\/em> (6\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">19 Alter wei\u00dfer Mann<\/strong><br \/>\n<em>Simon Verhoeven beweist erneut sein Talent f\u00fcr zeitgeistige teutonische Kom\u00f6dien, die den Finger immer nur so sehr in die Wunde legen, dass man den Biss sp\u00fcrt, sich aber nicht ernsthaft verletzt. Vielleicht ein wenig zu berechenbar und routiniert, aber von Liefers und Co sympathisch getragen.<\/em> (6\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">20 Ich \u2013 einfach unverbesserlich 4<\/strong><br \/>\n<em>Knuffige Routine\u00fcbung f\u00fcr die Minions und Gru, das f\u00fcr gute Laune sorgt und mit Tears for Fears \u00dcbersong \u201eEverybody wants to rule the World\u201c ein Highlight parat h\u00e4lt, das eine niedrigere Wertung unm\u00f6glich macht.<\/em> 6\/10<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">21 To the Moon<\/strong><br \/>\n<em>Satirische Kom\u00f6die mit Thriller- und Drama-Streuseln. Ist fluffiger als es klingt und verhandelt die Verschw\u00f6rungstheorien um die Mondlandung auf knuffig altmodische Art.<\/em> \u00a06\/10<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">FLOP<\/strong><\/p>\n<p>22 The Beekeeper<br \/>\n<em>Nur in H\u00e4lfte eins schn\u00f6rkelloser Action-Klopper aus dem Hause Statham. Danach wird\u2019s bl\u00f6d, \u00fcberkandidelt und chaotisch.<\/em> (4,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">23 A quiet place: Tag eins<\/strong><br \/>\n<em>Plakativ auf die Emotions-Dr\u00fcse dr\u00fcckendes zweites Sequel des Horror-Franchise. Sehr schnell sehr vorhersehbar und erstaunlich unspannend, liegt man innerhalb der Trilogie \u00fcberraschend deutlich auf dem letzten Platz.<\/em> (4,5\/10)<\/p>\n<p><strong class=\"text-strong\">24 Ghostbusters: Frozen Empire<\/strong><br \/>\n<em>Sequel des Reboots, das dank einer un\u00fcbersichtlichen Figurenf\u00fclle und diversen Plotsackgassen auf der Stelle tritt und den subversiven Charme der beiden Originalfilme vermissen l\u00e4sst.<\/em> (4,5\/10)<\/p>\n<p><strong>Au\u00dfer Konkurrenz:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das f\u00fcnfte Element<\/strong> (7,5\/10), <strong>Donnie Darko<\/strong> (7\/10), <strong>Der Name der Rose<\/strong> (9\/10),<\/p>\n<p><strong>Star Wars &#8211; Episode I<\/strong> (4\/10), <strong>The Doors<\/strong> (5\/10), <strong>Der bewegte Mann<\/strong> (8\/10),<\/p>\n<p><strong>Harry Potter und die Kammer des Schreckens<\/strong> (8\/10), <strong>Zur\u00fcck in die Zukunft<\/strong> (10\/10),<\/p>\n<p><strong>Eine sch\u00f6ne Bescherung<\/strong> (7,5\/10)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich mach es kurz, das Filmjahr war ein recht mittelpr\u00e4chtiges. Wenn von 45 Kinobesuchen 9 auf Klassiker und 11 auf Wiederholungssichtungen fallen, dann spricht das eine deutliche Sprache. 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